1926 – 2026, 100 Jahre Vereinsfußball in Walschleben

    Seit nunmehr 100 Jahren wird in Walschleben vereinsmäßig Fußball gespielt. Der SV Empor kann auf eine gleichermaßen traditions- wie erfolgreiche Historie zurückblicken. Und das hat er am vergangenen Samstag im „Lindenhof“ gemeinsam mit Aktiven, Ehemaligen, mit Übungsleitern, Partnern und Unterstützern gefeiert.

    Lissa Niemand, Ortschronistin, ist tief in die Fußballgeschichte eingetaucht und hat – so ihre Worte – „in die Seele des Fußball schauen können.“ Wie dieser Verein Krisen getrotzt hat, sich immer wieder neu erfand, habe sie sehr beeindruckt. Mehr als die Hälfte der Spieler war im 2. Weltkrieg gefallen, und 1946 wurden Spiele verschoben, weil die Fußballer in der Zuckerrüben-Kampagne aktiv mithalfen. „Unendlich viele Aufbaustunden wurden geleistet. Und viele „stille“ Helfer hinter dem eigentlichen Spielgeschehen machten den Verein erfolgreich.“ Auch das fand Eingang in die Historie. „Als Frau eines ehemaligen Fußballspielers empfinde ich tiefen Respekt und große Anerkennung vor dem, was seit 100 Jahren aufgebaut wurde. Ein Jahrhundert Vereinsgeschichte ist ein stolzes Erbe. Die nächsten 100 Jahre beginnen heute mit Ihnen“, rief Lissa Niemand den Gästen zu. 

    Gerhard Gutwasser, Urgestein des Walschlebener Fußballs, unterstrich die Wichtigkeit guter Nachwuchsarbeit. Marcel Bube, Vereinsvorsitzender und Walschlebens Bürgermeister, präsentierte die Historie mit vielen interessanten Bildern. Er richtete zudem den Blick in die Zukunft. Die aktuelle Mitteilung, dass Bescheide von Bund und Land vorliegen, die den Baustart des Kunstrasenplatzes ermöglichen, sorgte für Freude bei den Gästen. Im Ergebnis dieser Baumaßnahme werden erneut verbesserte Trainingsbedingungen stehen, insbesondere für die Wintermonate. Auch das Sportplatzgebäude soll einer Kur unterzogen werden, Spenden werden gesammelt.

    Besonders hervorgehoben wurde die Rolle des Ehrenamtes. In Walschleben bekommt – und das ist außergewöhnlich – kein Übungsleiter Geld für seine Tätigkeit. 

    „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers“, zitierte Marcel Bube Gustav Mahler.  Gewürdigt wurde die Arbeit vieler Helfer wie unsere Bilder zeigen. Das Buffet wurde von der Sparkasse gesponsert und von Familie Teschke in bester Weise zubereitet. Es gab vielfältige Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und späterhin auch das Tanzbein zu schwingen. 

    Es war ein sehr persönlicher, authentischer Abend, der die Unverzichtbarkeit ehrenamtlichen Engagements für das gesellschaftliche Leben und insbesondere für den Sport unterstrich.

    Autor: B. Köhler, Fotos: B. Köhler

    Lissa Niemand, Ortschronistin

    Marcel Bube, Vereinsvorsitzender

    Gerhard Gutwasser

    Annett Lohfeld (KFA Erfurt-Sömmerda), Marcel Bube, Steffen Reichenbächer (KFA/TFV) und Christoph Tanz (Abteilungsleiter Fußball beim SV Empor).

    Christoph Tanz, Calvin Kursch

    Chris Löbner

    Katrin Kellner, Marcel Bube, Melanie Kirst

    Sophie Ehrich, Peter Möller 

    Nancy John, Janin Sommer

    Thomas Zwinckau gratuliert im Namen des WFC.

    Christoph Raßloff